(Teilweise aus dem Buch „Der Bauernkrieg in Oberschwaben“ von Elmar l. Kuhn entnommen,
ISBN 3-928471-28-7  und Wikipedia  siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Bauernkrieg)


1524 verweigerten immer mehr Bauern ihre Abgaben.
Die Willkür der Herrschaften, spitzte die eh schon schlechte Lage in der die Bauern sich befanden immer weiter zu. So verlangte z.B. die Gräfin von Lüpfen in der Grafschaft Stühlingen von ihren Bauern (die gar keine Leibeigenen waren), mitten in der Erntezeit, Schneckenhäuser zu suchen, auf die sie dann Garn aufwickeln konnte. Das Fass lief über, und die Stühlinger Bauern verweigerten erstmals einen Dienst. Man konnte sich nicht mit dem Graf auf einen Kompromiß einigen, da dieser von den Bauern verlangte, sie sollten sich niederknien und zugeben, daß sie Unrecht getan hätten. So kam es, daß die Stühlinger Bauern sich mit den Hegaubauern bei Singen zusammentaten. Man sicherte von Seiten des Adels den Bauern zu, daß ein unabhängiges Schiedsgericht deren Angelegenheit prüfen sollte. Nachdem im Frühjahr 1525 von diesem Schiedsgericht noch nichts zu hören war, bildeten die Bauern


Die Christliche Vereinigung
Die Christliche Vereinigung wurde am 7. März 1525 von den oberschwäbischen Bauernhaufen gegründet. Sie war der Zusammenschluss des Baltringer Haufens, des Bodenseehaufens und des Allgäuer Haufens, um ihre Interessen im deutschen Bauernkrieg gegen den Schwäbischen Bund besser durchsetzen zu können.
Der Zusammenschluss erfolgte auf Initiative des Führers des Baltringer Haufens, Ulrich Schmid. Als Schreiber des Baltringer Haufens wurde Sebastian Lotzer aus Memmingen als Schriftgelehrter und in diesen Sachen kundiger Mann empfohlen. Lotzer scheint für die Einberufung der Bauernhaufen in Memmingen zuständig gewesen zu sein. Bei der Versammlung der drei Haufen war auch Christoph Schappeler zugegen. Ob weitere Personen der Stadt bei den Beratungen anwesend waren, kann nicht ausgeschlossen werden. Der Zusammenschluss erfolgte am ersten Sonntag im März 1525. Noch am selben Tag wurde die Vereinigung der drei Haufen zur Christlichen Vereinigung dem Schwäbischen Bund angezeigt.   
Bei ihrem dritten Treffen am 20. März 1525 wurden in Memmingen die Zwölf Artikel, eine Weiterentwicklung der Memminger Artikel, verfasst. Diese gelten zusammen mit der Bundesordnung als erste Menschenrechtserklärung der Welt.


Der Baltringer Haufen
In Baltringen schlossen sich die Bauern zum Baltringer Haufen zusammen.
Innerhalb kürzester Zeit sammelten sich hier mehr als 10000 Bauern, Bürger und Geistliche.
Das Hauptquartier dieses Haufens war das Ried bei Biberach.
 


Der Seehaufen
Am 2./3. März 1525 schlossen sich die Bauern der Landvogtei Weissenau und Weingarten dem Rappertsweiler Haufen an, wobei auch die Ausweitung der Haufen auf Drängen der Bauern im Rappertsweiler Haufen auf den Seehaufen erfolgte.
Er war der wohl best gerüstete Haufen am See, gut jeder fünfte war ein Landsknecht. Auch das Arsenal an Waffen konnte sich durchaus sehen lassen. Neben den gut gerüsteten Landsknechten war auch eine Unzahl an Musketen und anderer Feuerwaffen im Gebrauch. So auch die verschiedenen Kanonengeschütze von Markdorf, Meersburg und weitere, die vor der Unterzeichnung des Weingartener Vertrages strategisch gut auf den Weingartener Höhen positioniert wurden. Sie unterstrichen und unterstützten deutlich die Forderungen der Bauern gegen den Truchseß Jörg von Waldburg, den Führer des Schwäbischen Bundes. Die Zahl der Aufständischen, darunter waren auch viele Geistliche, war auf 12000 stolze Männer angewachsen.
Dieser Bauernhaufen hatte sein Hauptquartier zuerst in Ailingen und dann in Bermatingen am Kehlhof.
Sein Führer war der Teuringer Hauptmann Eitelhans Ziegelmüller.


Der Rappertsweiler Haufen
 Am 21. Februar 1525 versammeln sich die Bauern der Grafschaft Montfort in Rappertsweil und bilden am 24. Februar den Rappertsweiler Haufen. Zur Versorgung des Haufen wird das Kloster Langnau geplündert.
Ihr Anführer war Dietrich Hurlewagen.


Der Allgäuer Haufen
Im Allgäu sammelten sich 7000 Männer und nannten sich ALLGÄUER HAUFEN. Dieser Bauernhaufen schlug Lager in Leubas und Raithenau auf. Ihr Hauptmann war der Jörg Knopf von Leubas.
 
 

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