Der Aufstand und die Bauern

 

 

1524 verweigerten immer mehr Bauern ihre Abgaben.

Die Willkür der Herrschaften, spitzte die eh schon schlechte Lage in der die Bauern sich befanden immer weiter zu. So verlangte z.B. die Gräfin von Lüpfen in der Grafschaft Stühlingen von ihren Bauern (die gar keine Leibeigenen waren), mitten in der Erntezeit, Schneckenhäuser zu suchen, auf die sie dann Garn aufwickeln konnte. Das Fass lief über, und die Stühlinger Bauern verweigerten erstmals einen Dienst. Man konnte sich nicht mit dem Graf auf einen Kompromiß einigen, da dieser von den Bauern verlangte, sie sollten sich niederknien und zugeben, daß sie Unrecht getan hätten. So kam es, daß die Stühlinger Bauern sich mit den Hegaubauern bei Singen zusammentaten. Man sicherte von Seiten des Adels den Bauern zu, daß ein unabhängiges Schiedsgericht deren Angelegenheit prüfen sollte. Nachdem im Frühjahr 1525 von diesem Schiedsgericht noch nichts zu hören war, bildeten die Bauern

die Schwäbische Vereinigung

Sie verfassten einen Artikelbrief mit ihren Forderungen und schafften es, daß immer mehr Bauern sich ihnen anschlossen, beziehungsweise ihrem Unmut selber Kund taten.

 

Der Baltringer Haufen

In Baltringen schlossen sich die Bauern zum Baltringer Haufen zusammen.

Innerhalb kürzester Zeit sammelten sich hier mehr als 10000 Bauern, Bürger und Geistliche.

Das Hauptquartier dieses Haufens war das Ried bei Biberach.

 

Der Seehaufen

Er war der wohl best gerüstete Haufen am See, gut jeder fünfte war ein Landsknecht. Auch das Arsenal an Waffen konnte sich durchaus sehen lassen. Neben den gut gerüsteten Landsknechten war auch eine Unzahl an Musketen und anderer Feuerwaffen im Gebrauch. So auch die verschiedenen Kanonengeschütze, die vor der Unterzeichnung des Weingartener Vertrages strategisch gut auf den Weingartener Höhen positioniert wurden. Sie unterstrichen und unterstützten deutlich die Forderungen der Bauern gegen den Truchseß Jörg von Waldburg, den Führer des Schwäbischen Bundes. Die Zahl der Aufständischen, darunter waren auch viele Geistliche, war auf 12000 stolze Männer angewachsen. Dieser Bauernhaufen hatte sein Hauptquartier in Bermatingen am Kehlhof.

Sein Führer war der Teuringer Hauptmann Eitelhans Ziegelmüller.

 

Der Allgäuer Haufen

Im Allgäu sammelten sich 7000 Männer und nannten sich ALLGÄUER HAUFEN. Dieser Bauernhaufen schlug Lager in Leubas und Raithenau auf.

 

In Memmingen kamen Führer des Baltringer Haufens mit dem Pfarrer Christoph Schappeler und dem Kürschner Sebastian Lotzer zusammen. Gemeinsam schrieben sie die Forderungen der Bauern in den Zwölf Artikel nieder.

 

 

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